Wi snackt Platt Lektion 46 -50

Plattdeutsch
Wi snackt Platt

Lektion 46: Kledoosch

For Kledoosch gifft männicheen veel Geld ut. Dat gung so los: Wenn sik fröher ene Fro antrocken hett, denn worr en BH anleggt, denn wörr de Unnerbüx an de Reeg, denn worrn gau de Strümp över de Fööt trocken, un denn en Ünnerkleed. Dat gung denn wieter mit en Kleed, mit Schoh un alldaags ’n Kittel. Is de Fro ut ’n Huus gohn, hett se ok mol enen Rock antrocken, ene Jack oder enen Mantel översmeten, ’n Schaal umhungen oder enen Hoot opsett.
In unse Tied is dat foken nich veel anners as bi de Mannslüüd. Wenn de Froons sik for de Arbeit kloormoken dot, denn geiht dat so: Ünnerhemd, Ünnerbüx, Strümp, Hemd oder Bluus, lange Büxen, ene Jack un ’n Poor Schoh. Alldaags treckt de Lüüd meistensdeels ene Jeansbüx an un enen Pullover. Hanschen un Stevel sind goot for de Wintertied. Bi Sneetieden blievt ok de Stöckelschoh in ’t Schohschapp. (hc) 

Lektion 46: Kledoosch [MP3, 1,90 MB]

Lektion 47: Fast vergessene Begriffe

Es gibt Worte und Begriffe im Plattdeutschen, die findet man in keinem Wörterbuch, oder sie werden selten benutzt. Zum Beispiel droht das Wort Hamm für Wiese verloren zu gehen. Man findet in plattdeutschen Wörterbüchern für Wiese zumeist nur das Wort Wisch. Meine Mutter, geboren im Land Wursten, sagte früher, wenn sie zum Zahnarzt gehen musste: „Dor geiht mi de Groo vorto“. (Da geht mir das Grauen vorweg). Oder sie zitierte, wenn ich von einem Traum erzählte, das Sprichwort: „De Droom is ’n Droch, is al sieleev so ween, un is ’t ok noch“. (Der Traum ist Betrug, ist immer schon so gewesen und ist er auch noch). Das Wort stickelhoorig (widerspenstig) hört man selten. Auch das Wort Roffel für Spaten. In Wörterbüchern habe ich diese beiden Worte nicht entdeckt.
Spricht man mit einem redegewandten Kind, so sagt man: „Dat Göör is snuutig“, In keinem Wörterbuch steht snuutig. Für sauber hört man im Wurster Land heute noch vereinzelt: kittig, heute fast ein Fremdwort. Das Wort Zaun ist in jedem plattdeutschen Wörterbuch als Tuun aufgeführt. Jedoch nicht das zwischen Weser- und Elbmündung gebräuchliche Wort: Fregen. Selten noch hört man das Wort Fenneln (niedriges Wiesenland). Zwischen Wremen und Sievern kreuzt die Verbindungstraße zwischen diesen beiden Ortschaften (die ehemalige „Specken“) im östlichen Bereich der Wremer Feldmark ein Gebiet das man „Swiesfenneln“ nennt. (hc) 

Lektion 47: Fast vergessene Begriffe [MP3, 2,46 MB]

Lektion 48: Wörterbücher, Teil 1

Es gibt eine ganze Reihe von plattdeutschen Wörterbüchern. Ein bemerkenswertes Nachschlagewerk, besonders für Anfänger zu empfehlen, ist der weithin bekannte „Sass“. (Nach dem Sprachwissenschaftler Dr. Johannes Sass.) In der zweiten Auflage steht „Der neue Sass. Plattdeutsches Wörterbuch“ (Plattdeutsch-Hochdeutsch und Hochdeutsch-Plattdeutsch) zur Verfügung (Wachholtz-Verlag). Ausführlich und gute Übersetzungen. Sie berücksichtigen besonders den Wortschatz unserer engeren Heimat.
Denn gifft dat noch dat „Plattdeutsche Wörterbuch“ von Wolfgang Lindow. De hett Wöör von 30 Hörspelen inbrocht. Ok to dat „Hochdeutsch-plattdeutsche Wörterbuch“ (Verlag Schuster, Leer) von Günter und Johanna Harte kann ’n jo seggen.
Un de Böker, de ik nu nömen do, de gellt for enkelte Bundeslänner un sünd to bruken: Beate Henning und Jürgen Meyer: „Kleines Hamburgisches Wörterbuch“ (Wachholtz Verlag).
Renate Hermann-Winter: „Neues Plattdeutsch- hochdeutsches Wörterbuch“, Hinstorff Verlag, Rostock. Un denn noch von Gernot de Vries: „Ostfriesisches Wörterbuch“, Schuster Verlag). Bi beide Böker markt man den Unnerscheed: en ganz annert Platt. (hc) 

Lektion 48: Wörterbücher, Teil 1 [MP3, 1,91 MB]

Lektion 49: Wörterbücher, Teil 2

Das Sprechen dient dazu, dass sich Menschen verständigen können. Daarüm: Solang dien Gegenöver versteiht, wat du seggt hest, kann dat nich verkehrt wesen! Vermengeleern (Mischen) von hoochdüütsche un ingelsche Wöör höört to usen Alldag. Dat markt wi gor nich mehr. Aver fehlt us een plattdüütsch Woort, denn troot (trauen) wi us nich, mehr Platt to snacken. Tüünkraam is dat!!Snack so, as di de Snavel wussen is! Blots wenn een wat schrieven will, schull he Regeln achten. De DUDEN regelt Hochdeutsch. För Platt kennt wi den SASS. De lett regional bedingte Ünnerschede to: für sprechen – spreken, praten, kören, snacken; für Gebiet – Rebeet, Kuntrei, uam. Dat Platt in de Elvmasch (Elbmarsch), Hadeln un Sietland kennt daar een „o“ (Stroot), wo annerwegens dat „a“ steiht (Straat).A ver hier as dor gellt, dat Wiehnachten mit „t“ schreven, aver ohn „t“ spraken warrt. Un aver (aber), baven (oben) un Graven (Graben) schrifft SASS mit „v“, ok wenn sik dat as een „b“ anhöörn deit. Kabbelt (streitet) man noch een beten, aver vergeet dat Verdregen (Vertragen) achterna nich! (fw) 
Lektion 49: Wörterbücher, Teil 2 [MP3, 2,37 MB]

Lektion 50: Adjektive

Neudeutsch sagt man ja Adjektiv, viel passender ist das gute alte Wie-Wort. Zusammen mit dem Artikel zeigt die Endung des Adjektivs an, welche Funktion der Ausdruck um das Substantiv im Satz einnimmt. Ähnlich wie im Hochdeutschen verlangt der bestimmte Artikel andere Formen als der unbestimmte.
Es gibt natürlich Maskulinum, Femininum und Neutrum. Ein Beispiel: Singular, Nominativ: een witte Hund, de witte Hund; im Singular, Akkusativ/Dativ: een witten Hund, den witten Hund; im Plural, Nominativ: witte Hunnen, de witten Hunnen; Plural (Akkusativ/Dativ): witte Hunnen, de witten Hunnen. Dat Ganze geiht natürlich ok mit een schwatte Katt or een groot Huus. (cd) 
Lektion 50: Adjektive [MP3, 1,23 MB]

Quelle:  Nordsee-Zeitung

 

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