Wi snackt Platt – Lektion 23 – 25

Plattduetsch
wi snakt Platt

Lektion 23: Johrstieden un Maandennaams

Fröhjohr, Sommer, Harvst un Winter maakt dat Johr ut.

Dat Fröhjohr warrt regional uk Lent, (hdtsch. Lenz) nöömt.

Die niederdeutschen Monatsnamen sind heute leider weitgehend in Vergessenheit geraten. So hießen

Januar – Sneemaand (Österreich: Jänner),

Februar – Hornung (heute noch gebräuchlich in der Schweiz und am Bodensee),

März – Lentmaand (Frühlingsanfang),

April – Oostermaand (Ostern),

Mai – Maimaand,

Juni – Braakmaand (Brachmonat),

Juli – Haumaand (Heumonat),

August – Aarnmaand (Erntemonat),

September – Harvstmaand (Herbstanfang),

Oktober – Wienmaand (Zeit der Weinlese),

November – Nevelmaand (viel Nebel), 

Dezember – Christmaand(Geburt Christi). (fw) 

23. Johrstieden un Maandennaams [MP3, 2,23 MB] 

Lektion 24: Die Fälle, Artikel

De, den, den, de – de, de, de, de – dat, dat, dat, de – man könnte glauben, hier geht es um die ersten Sprachübungen eines Kleinkindes, aber nein. Heute widmen wir uns den Fällen, den Artikeln im Plattdeutschen. Dabei geht es übersichtlicher zu als im Hochdeutschen, wenn auch nicht so einprägsam wie im Englischen mit „the“. So werden die Formen im Dativ und im Akkusativ im Plattdeutschen nicht unterschieden.

Die ersten Fälle (Nominativ Singular, Dativ Singular, Akkusativ Singular) beziehen sich auf die männlichen Formen, die zweiten auf die weiblichen und die dritten auf die sächlichen Artikel. Im Plural heißt es immer de.

Dat Rad hett ne Klingel.

Der Genetiv wird nicht wie im Hochdeutschen gebildet (Artikel plus Substantiv; des Mannes, der Frau, des Kindes), sondern es sind Umschreibungen notwendig:

He is de Broder von Silke. (Er ist Silkes Bruder)

Den Mann sien Hoot. (Der Hut des Mannes)

De Frau ehr Hund. (Der Hund der Frau)

Für sogenannte nicht-menschliche Objekte gilt: vun + Artikel + Substantiv im Dativ:

Dat Been vun den Hund (das Bein des Hundes). (cd) 
Lektion 24: Die Fälle, Artikel [MP3, 1,71 MB]

Lektion 25: Der Konjunktiv

„Harr ik, so wull ik!“ diesen Satz habe ich in meinen Kindertagen häufig gehört. Eigentlich ein Nonsenssatz („Hätte ich, so wollte ich“, wörtlich übersetzt), der mir die Absurdität oder Unerfüllbarkeit meiner Wunschvorstellungen vor Augen führen sollte. Der Konjunktiv, die Möglichkeitsform, wird im Hochdeutschen (Der Politiker sagte, dass er für die Zukunft schwarz sehe) aber noch mehr im Plattdeutschen vermieden, weil sie vor allem in der gesprochenen Sprache als gestelzt und fremd empfunden wird. Man kehrt zum Indikativ zurück: „Das Kind sagte, dass es noch nicht lesen kann (Konjuktiv: könne)“. So finden wir den Konjuktiv auch im Plattdeutschen vor allem bei der Indirekten Rede: „De Vadder telefoneer, he kööm later na Huus“. Sätze, die mit der Konjuktion „wenn“ beginnen, erfordern ebenfalls die Möglichkeitsform. „Wenn all Lüüd ehr Stüern betahlen deen, wöör dor noog Geld vör de tweien Straten över“. Wie im Hochdeutschen bildet man im Plattdeutschen den Konjuktiv gern mit „würde“: „Ik wöer mi freuen, wenn’t jo all goot güng.“ (Gro) 
Lektion 25: Der Konjunktiv [MP3, 1,78 MB]

Quelle:  Nordsee-Zeitung

Encuentro del Stammtisch todos los viernes / Stammtischtreffen jeden Freitag - 17:30 - Primacy Apart Hotel , Santa Fe 2464, Mar del Plata

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