DdSMdP Treffen am 04-11-16

Stammtisch DdSMdP Treffen am 04-11-16

Zu unserem Allfreitaglichem Stammtischtreffen erschienen, mit Baby, 19 Besucher. Soviele waren schon lange nicht mehr da.

¿ Lag es vielleicht daran, dass gleich 3 Besucher in den letzten Tagen Geburtstag hatten? Es gab, wie immer, eine Kleinigkeit zu essen . Diesmal Kuchen und bunte Kekse. Fast alles wurde aufgegessen.

Es gab viel zu erzaehlen, da auch ein paar Besucher dabeiwaren, die schon lange nicht mehr da waren. Es ist immer wieder schoen zu sehen, das einige uns nicht vergessen haben. Es ist aber eben die Besonderheit der Stammtischtreffen, das niemand verpflichtet ist immer zu erscheinen.

Ich hoffe das auch ein paar unserer haeufigen Besucher nach Ihrem Deutschlandaufenthalt wieder mal erscheinen. Also bis zum naechsten Freitag ab 17:30 im Hotel Primacey.

Euer axel, Redaktion

Ein paar Fotos wurden auch gemacht. Wer mich vermisst, ich machte die Fotos und nur meine Fototasche aufe dem Tisch zeigt wo ich sass.

TV Anfrage von meworks.tv

meworks TVDie Fernsehproduktionsgesllschaft meworks aus Koeln hat uns folgende mail geschickt:

<< Hallo ihr Lieben,

ich arbeite für die Fernsehproduktionsfirma Meworks TV mit Sitz im schönen Köln. Wir produzieren unterschiedliche TV-Beiträge für unterschiedliche Formate und Sender. Unter anderem für das Format „Goodbye Deutschland“, das Dienstagabends bei VOX ausgestrahlt wird. Diesbezüglich sind wird immer wieder auf der Suche nach Menschen, die wegen einer spannenden/emotionalen Geschichte oder Möglichkeit planen aus Deutschland auszuwandern. Ich wende mich an euch, weil ihr eventuell durch deinen Stammtisch mit ebensolchen Menschen und Geschichten in Berührung kommt und ihr vielleicht auch von zukünftigen Auswanderern um Rat gebeten werdet. Vielleicht gibt es ja auch bei einem Stammtisch die Möglichkeit, dies einmal anzusprechen?

Unseren Flyer habe ich euch im Anhang beigefügt. Vielleicht habt ihr ja die Möglichkeit diesen auf eurer Seite zu veröffentlichen oder per Mailverteiler zu versenden? Oder vielleicht steht ihr auch mit zukünftigen Auswanderern in Kontakt, die hieran Interesse haben könnten und an die ihr den Flyer vielleicht weiterleiten könntest? Das wäre wunderbar. Bei Nachfragen könnt ihr mich gerne unter der 0221 – 474418113 kontaktieren.

Schon einmal vielen lieben Dank im Voraus.

Liebe Grüße aus Köln,

Lea >>

Also her mit Euren Geschichten.

axel redaktion

Rita, Urlauberin in Mar del Plata

Sogar nach Saisonende (nur Mutige stiegen Mitte April noch in den Atlantik) sind in Mar del Plata noch Deutsche anzutreffen. Rita Steinforth verbrachte mehrere Monate bei ihrer Tochter hier und unternahm lange Reisen in den Süden, nach Bariloche und zuletzt mit einer Reisegruppe nach Iguazú. Que lastíma, fast niemand sprach in der Gruppe englisch, eine weitere Gelegenheit die hier erworbenen Spanischkenntnisse anzuwenden und auszubauen. Als Deutschlehrerin hätte sie auch  gerne Unterricht gegeben, doch es gab leider wenig Interessierte, vielleicht im nächsten Sommer- wir freuen uns schon auf ihr Kommen. Dann werden weitere Landschaften, Menschen und Eigenheiten Argentiniens entdeckt und aufgerollt; ob nun am Stammtisch oder anderswo…
Eine gute Rückreise nach Köln und hoffentlich bis Dezember!
 Christina
Christina, Caroline, Rita

Christina, Caroline, Rita

Stammtisch Mar del Plata 25.03.11

Stammtisch Mar del Plata Argentina

Stammtisch Mar del Plata Argentina

Diesmal ist ein Negativrekord an Besuchern zu melden : 5 Besucher

Immerhin konnten die Gespräche ohne lautes Reden geführt werden.  -:)

Wir begrüssten eine Dame aus Kölln / Deutschland, die ihre Tochter in Argentinien besucht.

Als gegen 21 Uhr nach Hause kam, erfuhr ich das der Stammtisch nicht stattfindet. Warum ? Keine Ahnung.

Also eigentlich findet der Stammtisch immer statt, da es doch keine Pflicht ist zu erscheinen und  nur weil vielleicht der/die eine, welche fast immer Anwesendt sind, keine Zeit hat, fällt der Stammtisch nicht aus.

axel admin, redakteur

Mesa de charla (Stammtisch) Mar del Plata 18.03.2011

Stammtisch Mar del Plata Argentina

Stammtisch Mar del Plata Argentina

Cada vez es más sorprendente, como se desarrolla una conversación. Desde tomar café a tomar té, siguiendo con dialectos en Alemania y Argentina, hasta los submarinos en Mar del Plata. Siempre hay algo de que hablar en un „Stammtisch“ .

 En el Blog hemos llevado acabo algunas modificaciones. En la página principal aparecen los últimos artículos en forma cronológica. Ahora están separados los artículos en alemán y castellano pudiéndololos encontrar en las diferentes categorías. „Fotos“ , esta categoría fue instalada nuevamente para que sea más fácil encontrarlas.

En el Blog tenemos ahora dos anuncios con referencia a la procedencia de los visitantes del mismo (margen inferior de la página). Aquí una pequeña estadística (Período desde el 18.03 al 23.03), los que publicaremos en forma irregular.

País

 Argentina 46,03 %

Alemania 30,16 %

Austria 9.52 %

Estados Unidos 6,35 %

(desconocidos) 3,17 %

Suiza 3,17 %

Chile 1,59 %

La próxima mesa de charla (Stammtisch) tedrá lugar el día 25.03.2011 a la hora y en el lugar acostumbrados.

 Axel Admin-Redactor.

Doris Redactora espanol

Stammtisch Mar del Plata 18.03.2011

Stammtisch Mar del Plata Argentina

Stammtisch Mar del Plata Argentina

Es ist immer wieder erstaunlich wie sich ein Gespräch entwickelt. Vom Kaffetrinken zum Teetrinken,weiter zu Dialekten in Deutchland und Argentinien und den U-Booten in Mar del Plata. Es gibt an einem Stammtisch eben immer etwas zu reden.

 Im Blog haben wir ein paar Änderungen vorgenommen. Auf der Hauptseite erscheinen die letzten Beiträge nach Veröffentlichungsdatum. Deutsche und Spanische Artikel sind nun getrennt in den einzelnen Kategorien zu finden und die Kategorie „ Fotos“ wurde neu angelegt um Fotos leichter wiederzufinden.

Auf dem Block haben wir jetzt 2 Anzeigen woher unsere Blogbesucher kommen ( am unteren Rand der Seiten). Hier mal eine kleine Statistik (Zeitraum vom 18.03. – 23.03.) , die wir in unregelmässigen Abständen veröffentlichen werden.

 Country Percent  

Argentina 46.03%

 Germany 30.16%

 Austria 9.52%

 United States 6.35%

   (unknown) 3.17%  

Switzerland 3.17%  

Chile 1.59%

 Der nächste Stammtisch findet am 25.03.2011 an gewohnter Stelle statt.

Axel Admin-Redakteur

Stammtisch – ein kreativer Ort

Deutsche Stimmen, Wörter, Worte (VI)

Ein Stammtisch ist sowohl eine Gruppe von mehreren Personen, die sich regelmäßig in einem Lokal trifft, als auch der (meist größere und oft runde) Tisch, um den sich diese Gruppe versammelt. Stammtische sind nicht organisierte Treffen und daher nur ein freiwilliger, aber doch verbindlicher Zusammenschluss von Teilnehmern.

Der Tisch wird traditionell durch ein mehr oder weniger aufwendig geformtes Schild gekennzeichnet und ist damit für die Stammtischrunde reserviert, die sich in regelmäßigen Abständen dort trifft. Im Mittelpunkt einer solchen Stammtischrunde stehen das gesellige Zusammensein, Kartenspiel und oft auch politische oder philosophische Diskussionen.

 Ein kreativer Ort

Eine der mächtigsten meinungsbildenden Institutionen in Deutschland ist aus dunkel gebeizter Eiche gefertigt und mit Bierdeckeln gepflastert: der Stammtisch, ein Tisch in einer Kneipe, der für die häufig einflussreichen Stammgäste reserviert ist.

Den größten Einfluss haben die Stammtische auf dem Land, in den Dörfern, in denen die Kneipe immer noch im Zentrum des gesellschaftlichen Lebens steht. Hier sitzen üblicherweise der Bürgermeister, der Förster, der Apotheker – selbst zu Zeiten Wilhelm Buschs saß in dessen Bildergeschichten ein „Herr Apotheker Pille“ am Stammtisch – und der Besitzer einer Baufirma am Sonntag nach der Kirche beim „Frühschoppen“ und mindestens an einem Abend unter der Woche zusammen, um Karten zu spielen und die Angelegenheiten des Dorfes zu besprechen. Ihr Tisch ist mit einem Metallzeichen mit der Aufschrift „Stammtisch“ reserviert, das manchmal an den mittlerweile überflüssigen Aschenbecher gelötet war und ahnungslosen Gästen signalisiert, sich lieber woanders hinzusetzen. Hier wird das jährliche Dorffest geplant, hier werden die finanziellen und sportlichen Probleme des örtlichen Fußballvereins analysiert. Diese Besprechungen sind größtenteils Männersache, doch haben auch Frauen oft einen eigenen Stammtisch. In den Städten treffen sie sich immer mittwochs in dem sicheren Wissen, dass ihre Männer vorm Fernseher gebannt die Fußballspiele der Champions League verfolgen.

Doch geht die Diskussion gewöhnlich irgendwann über lokale Belange hinaus und wendet sich der Politik auf nationaler Ebene zu, und die am Stammtisch vertretenen Ansichten breiten sich später in den Gemeinden aus. Die Sozialdemokraten vermuten, dass der traditionelle Stammtisch eine höchstkonservative Angelegenheit sei und man sich dort immer für eine strengere Durchsetzung von Recht und Ordnung (an den Stammtischen in den Dörfern ist manchmal auch der Leiter der örtlichen Polizeistation vertreten), starke Politiker und gegen Einwanderer aussprechen werde.

Meine Erfahrungen mit Stammtischen im Rheinland und in Berlin können dieses Urteil nicht bestätigen. Dieser Tisch in der Ecke der Kneipe (immer die wärmste Ecke, niemals in der Nähe der Toilette) kann ein kreativer Ort sein, wo mit Ideen gespielt wird, bevor diese offiziell auf die politische Agenda der Gemeinde gesetzt werden. Vielleicht diskutieren der Arzt und der Apotheker zwischen zwei Skatrunden darüber, wie sie Rheumapatienten in ihrem Stadtteil helfen können, klagen über die Mängel der nationalen Gesundheitsreform oder überreden gemeinsam jemanden vom Rathaus, eine AIDS-Aufklärungswoche durchzuführen. Vielleicht sitzt jemand vom Vermessungsamt mit einem Geschäftsmann am Tisch, und die beiden tauschen Ideen aus, wie man den Müll der Stadt entsorgen könnte, unterhalten sich über die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt oder die neuen Vorschläge der Regierung zur Unternehmenssteuer.

Grundsätzlich gilt, dass man am Stammtisch offen reden kann, und daher wirkt er sich fast immer positiv auf das Gemeindeleben aus und umgeht bürokratische Hürden.

Meinungsschmieden an der Basis

Heute bestimmen Stammtischrunden in Düsseldorf und Köln die politische Ausrichtung des Karnevals, lange bevor darüber in den einer breiteren Öffentlichkeit zugänglichen Karnevalsvereinen diskutiert wird. Das ist gar nicht so unbedeutend. Kann man, sollte man sich auf einem Festzugswagen über den Islam lustig machen? Kann man während des Festzuges – bei dem normalerweise deutsche Führungspersönlichkeiten auf die Schippe genommen werden – Barack Obama parodieren, ohne als Rassist zu gelten? Für den Außenstehenden mögen die Stammtisch-Trinker (Es muss nicht Bier oder gar Wein sein: Ich war bei einem Stammtisch, bei dem wir nur Cola getrunken haben.) politische Laien sein. Doch zeichnen sich diese Meinungsschmieden an der Basis häufig durch ein hohes Politikverständnis aus. Und nur, weil es sich um pragmatische Menschen handelt, bedeutet das nicht, dass sie sich Veränderungen widersetzen. Man muss sich nur daran erinnern, dass einer der bedeutendsten Stammtische in der Vergangenheit der sogenannte „Verbrechertisch“ war, der die ehemaligen Revolutionäre von 1848 in Leipzig vereinte, und dass Karl Marx und Friedrich Engels vor 1848 dem Berliner Stammtisch „Die Freien“ angehörten.

Soziologen reden davon, dass das Internet, Blogs und Twitter das Wahlverhalten der Menschen zunehmend beeinflusse. Sie fragen sich, wie es den politischen Parteien jemals gelingen soll, diese neuen Methoden der Verbreitung politisch relevanter Informationen in ihre Arbeitsweise einzubeziehen. Aber natürlich gab es den Stammtisch lange schon vor den Chaträumen im Internet. Doch für den durchschnittlichen Politiker ist er nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln. Die Routinebesuche von Delegationen aus der Provinz im Parlament werden von den Politikern in den meisten Ländern als lästige Pflicht angesehen. Nicht so in Deutschland, denn die Parlamentarier wollen unbedingt in Erfahrung bringen, was an den Stammtischen besprochen wird. Was bewegt den Wähler an der Basis? Blogs und Chaträume geben nur über einen kleinen Ausschnitt der Bevölkerung Auskunft. Der Stammtisch in den Kleinstädten und Dörfern Deutschlands repräsentiert hingegen einen bedeutenden Teil der Wählerschaft.

Da die Politiker die Augen und Ohren nicht in jeder Kneipe haben können, sind sie häufig auf Spekulationen angewiesen. Wenn sie die Meinungsmacher an der Basis direkt erreichen wollen, geben die Politiker Interviews oder sorgen dafür, dass sie in der Boulevardpresse auftauchen. Das ist ein sicheres Mittel, um ihre politischen Botschaften direkt an die Menschen in den Kneipen zu vermitteln und erklärt die Macht einer Zeitung wie BILD, die sich einer Leserschaft von rund 12 Millionen erfreut. Doch ist es den Politikern nach wie vor ein Rätsel, welchen Einfluss sie wirklich haben. Geben sie den Ton an oder gehen sie am Wesentlichen vorbei?

Wichtiges Barometer

Die Wochenzeitschrift Die Zeit suchte kürzlich mehrere Stammtische in Deutschland auf, und zumindest manche ihrer Entdeckungen stimmen mit meinen Beobachtungen in meiner Berliner Stammkneipe überein. Kajo Wasserhövel, der Wahlkampfmanager der Sozialdemokraten, sagte voraus, dass die von der Wirtschaftskrise verunsicherten Menschen den Staat als Retter sehen wollten. So bestätigten es auch die Meinungsforscher. „Er lag falsch“, schrieb die Zeit. Die Europawahl im Juni 2009 schien zu zeigen, dass die Deutschen lieber weniger als mehr Staat möchten, doch drang diese Erkenntnis irgendwie nicht zu den Medien durch. „Wahlentscheidend ist das persönliche Gespräch“, sagte Wasserhövel der Zeit. „In der Familie, unter Freunden. Und am Stammtisch.“ (Die Zeit, 6. August 2009). In Anbetracht der langen historischen Tradition des Stammtisches ist es vielleicht nicht überraschend, dass man dem zunehmenden Eingreifen des Staates in die Gesellschaft mit Skepsis begegnet. Und gewiss waren die meisten Mitglieder meiner Berliner Stammtischrunde unter dem maßgeblichen Einfluss eines Autohändlers mit dem Spitznamen „Auto-Peter“ gegen die Rettung von Opel und glaubten, dass die Amerikaner General Motors zu Recht fallen gelassen hätten.

Der Stammtisch hat ein langes Gedächtnis: So gilt die Erhöhung der Mehrwertsteuer beispielsweise immer noch als einer der Kardinalfehler der Großen Koalition. Wird die nächste Bundestagswahl in Deutschland durch die Fernsehduelle führender Politiker oder die subtile Einflussnahme der in den Kneipen in deutschen Kleinstädten gebildeten Meinungen entschieden? Arbeitslose, junge Männer und Frauen, türkischstämmige Deutsche: Sie alle sind am Stammtisch kaum vertreten (und werden auch häufig von professionellen Meinungsforschern falsch eingeschätzt). Der Stammtisch spricht nicht für alle. Aber er ist ein wichtiges Barometer.

Nicht zum ersten Mal liegt der Rat des Verfassers der Kolumne „Typisch deutsch” auf der Hand: Will man die Gesellschaft verstehen, begebe man sich in eine Kneipe, kaufe sich ein Bier und halte die Ohren offen. Nun rate ich Politikern dasselbe, wenn sie sich in ihren ehrenwerten Ämtern behaupten wollen.

Roger Boyes
Deutschland-Korrespondent der britischen Tageszeitung „The Times“