Standard Deutsch ?

Gibt es eine genormte Aussprache fuer Standard-Deutsch?

Zwar gibt es keine verbindliche einheitliche Ausspracheregelung für die deutsche Sprache, dennoch gab es und gibt es Versuche einer Normierungen:

Bühnensprache nach Siebs

Völlig auf die Bedürfnisse einer Theaterbühne ausgerichtet, wurde versucht, die Aussprache der Schauspieler auf den deutschen Theaterbühnen Anfang des 20. Jahrhunderts zu normieren. Diese Aussprache versuchte, Eigenheiten der verschiedenen Dialekte zu vereinen und fand breite Zustimmung. Schauspieler wurden und werden z.T. auch heute noch im Sprechunterricht zu dieser eigenen Aussprachevarietät erzogen. Weiterlesen

Encuentro del Stammtisch todos los viernes / Stammtischtreffen jeden Freitag - 17:30 - Primacy Apart Hotel , Santa Fe 2464, Mar del Plata

Es war vor 10 Jahren……..

 espanol : http://derdeutschsprachigestammtischmardelplata.com/?p=933

s war vor 10 Jahren…….. Image

Ich übernehme absolut keine Verantwortung für aufkommendes Fernweh, für orthopädische Fehler, (oder sind es orthographische??) Fehler die nach der neuen deutschen Rechtschreibung falsch sind, Fehler in der Bezeichnung eines Rollers, den ich Töff nenne, Fehler in Städtenamen meiner Reise, hab keine Karte vor mir, es sind einfach meine Gedanken, frei von der Leber weg.

Rückblick auf eine Reise

Als ich noch jung war, so ziemlich genau vor zehn Jahren, kurvte ich, wenn ich unterwegs war, mit meinem Suzuki 125er Roller durch die Gegend. Mal hier, mal da, immer mehr oder weniger in der Umgebung von zuhause.
Mein Roller musste mich auch manchen Kilometer weit fahren, tat dies ohne wenn und aber, ich fuhr, wenn die Sonne lachte oder es regnete, wenn es regnete, sang ich aus voller Kehle, laut und falsch… „I’m singing in the rain……“ er war mein Packesel, wenn ich einkaufen ging, einfach mein liebes Vehikel.
Was zu meinem Roller noch zu sagen ist, dass er eine Macke hatte, der Zündkerzenstecker fiel hie und raus, also musste man die Abdeckung wegnehmen, den Stecker wieder draufdrücken und weiter ging die Fahrt. Ich war natürlich bei meinem Rollerhändler und er flickte den Roller, beim dritten Mal hat es dann endlich geklappt, und der Töff blieb nicht mehr stehen. (meinte ich ;-))

Immer mehr kam in mir der Wunsch zum Vorschein, einmal eine grössere Reise mit meinem Vehikel zu unternehmen.
Als Mann und Söhne mal wieder auf einem eisenbahn-technischen Trip in England weilten, entschloss ich mich, eine Kurzreise nach Italien zu unternehmen, einfach nur ich und mein Roller. Sehr zum Leidwesen meiner Familie, die mich schon unter einem Auto, oder ausgeraubt irgendwo am Strassenrand sitzend sahen…. Nichts desto trotz fuhr ich an einem Donnerstag im September los, das Wetter hielt sich zwar in Grenzen, mein Regenschutz war eingepackt und warm genug hatte ich auch. Zur Sicherheit natürlich mein Handy mit im Handgepäck.

Erste Etappe: Gotthard…. was soll ich durch einen langen Tunnel fahren, wenn es über den Berg so schön ist, also nahm ich den Weg über Göschenen, Andermatt zur Gotthard Passhöhe, mein Töff hatte schon einiges zu arbeiten, wenn es so bergan ging, aber wir schafften es. Pause auf dem Pass, ersten Schnee genossen und gemerkt, dass ich den Photoapparat vergessen hatte…. also kann es hier von dieser Reisebeschreibung auch keine Bilder geben. Ich muss dazu aber sagen, dass diese Reise, auch wenn sie schon zahn Jahre her ist, noch immer fest in meiner Erinnerung verankert ist, wie ich auch jetzt wieder merke, wenn ich meine Gedanken in den PC schreibe.
Weiter gings an den Lago di Lugano, und über die Grenze nach Italien. Ich fuhr auf der Autobahn, wollte ich doch am Abend mindestens noch in Pisa sein, endlich einmal den schiefen Turm sehen, den ich noch nie zuvor real gesehen hatte.
Frohgemut fuhr ich voran, plötzlich stellte mein treuer Begleiter ab………… der Zündkerzenstecker…. und fern von meinem Rollerhändler… aber ich wusste mir ja zu helfen, stellte mich auf den Pannenstreifen, Verschalung weg, Stecker wieder rein und weiter…. Irgendwann hupte mir ein Lastwagenfahrer, sicher ein lieber Gruss an eine verrückte Schweizerin, die einfach so allein durch die Weltgeschichte kurvte… Nach einigen hundert Kilometern kam ich abends glücklich und wohlbehalten in Pisa an, Turmbesichtigung war nicht… der Turm wegen „Umkippgefahr“ geschlossen….. Also fuhr ich weiter, ab jetzt auf der Suche nach einer Albergho…. ab auf die Autobahn Richtung Florenz, aber halt… was steht da auf dem Schild am Beginn der Autobahn??? Fahrverbot für Roller bis 150 ccm! Hmmm, da war guter Rat teuer, also auf die Schnellstrasse…. aber auch da, …. negativ….., ich musste also auf die Landstrasse. Jetzt war mir auch klar, warum der Lastwagen gehupt hatte, war wohl nichts mit dem Gruss an eine verrückte Schweizerin. Irgendwo in einem kleinen Ort fand ich eine Herberge, erholte mich von der Fahrt und schlief ein, natürlich nicht ohne vorher bei meiner Familie Bescheid zu geben, dass ich heil den ersten Tag überstanden hätte.

Am andern Tag gings dann über die Berge, fern von Autobahnen, Richtung Siena und Assisi, wo ich meine nächste Nacht verbringen wollte. An der Tasmanischen See streikte wiederum mein Fahrzeug, dasselbe Prozedere, aber nach einiger Zeit, es waren vielleicht 50 km schon wieder…. nirgends eine Werkstatt, Samstag, alles geschlossen… super!! Aber ich hatte ja noch mein Handy. Pause am Strand, einsam und verlassen, im aufkommenden Sturm, Telefon in die Schweiz zu meinem Händler und die sehr entschlossene Aussage, „wenn ich nach Hause komme, bringe ich ihnen den Roller und hole ihn nicht eher, als bis er wieder läuft“. Fragte ihn noch um Rat, was ich machen sollte und Herr Stocker wusste natürlich wie immer einen gutgemeinten Rat, der aber auch nicht weiterhalf, also blieb mir nichts anderes übrig, als so alle 150 km den Stecker wieder reinzustecken. Was ich feststellte, dass wenn ich nicht allzuschnell fuhr, er länger hielt, hing sicher mit der Vibration zusammen….

In Assisi liess ich den Roller stehen, liess mich von einem Taxi in die Einsiedelei fahren und wanderte von dort durch einen wunderschönen Herbstwald wieder zurück nach Assisi, ein sehr friedlicher Tag ging zu ende. Nach einer weiteren Nacht, ebenfalls in Assisi verbracht, gings wieder heimwärts……. dachte ich…..

Auf dem Weg nach Cesena in der Nähe von Rimini, entschloss ich mich, meine Patentante zu besuchen, die in Cattolica wohnt. Anhalten, auf die Karte sehen, da war ein Weg quer über die Berge, den wollte ich fahren. Es war ja nicht weit, nur ein paar Zentimeter auf der Karte. Telefon zu meinen Männern um zu sagen, dass ich einen Tag später heimkäme, und los gings durch einen herrlichen Pinienwald. Die herbstliche Sonne trug zu meinem Wohlbefinden bei und ich fühlte mich einfach vogelfrei und genoss die Fahrt durch die Berge, völlig allein, niemand irgendwo in der Nähe, aber ich hatte ja noch mein Handy. Kontrollblick bei einem Halt inmitten der herrlichen Landschaft zeigte mir….. da war ja gar kein Empfang…. völlig tote Leitung, aber was solls, ich fuhr frohgemut weiter und erreichte meine Patentante wohlbehalten.

Am Montag war dann definitv heimfahren angesagt. 600 km lagen vor mir und ich wollte eigentlich zügig fahren, aber da war immer noch mein Problem mit dem Zündkerzenstecker und eigentlich dürfte ich nicht auf die Autobahn mit meinem Roller.

Ich schloss also mit meinem Roller ein Abkommen : „Du stellst nicht mehr ab, und ich fahre im Gegenzug dafür auf der normalen Landstrasse nach Hause“……… Gesagt, getan, die Reise begann auf der normalen Landstrasse, mit Lichtsignal, Stau, Unfall, Umleitung….. aber ich halte mich ans Abkommen……………
Nach ca. 200 km Fahrt, es waren schon einige 100 Minuten vergangen…. musste mein Vehikel wieder mal Benzin haben, anhalten, tanken, aufs Handy sehen, ob mich jemand gesucht hatte…… „8 Anrufe in Abwesenheit!!“…. Telefon zu Mann und Mutter, nein, sie waren es nicht, also war’s nicht weiter schlimm, aber das Handy in Griffnähe genommen, dass wenn es wieder klingelt, ich es höre, anhalten kann um zu wissen, wer mich gesucht hat. Ich war noch keinen Kilometer weitergefahren, da klingelte es schon das erste Mal, Blinker recht, auf einen Platz einbiegen, bremsen, ups, ein bisschen zuviel, und ich lag auf dem Boden, ausgerutscht auf dem Kiesboden…….. aber das Handy klingelte noch immer, also Roller liegenlassen, Helm weg, Telefon entgegennehmen (ich hatte den Anschluss zuhause auf das Handy umleiten lassen)……. „nein, sorry, Hanspeter ist nicht hier, da müsst ihr auf die andere Nummer anrufen“ …….. Ich konnte meinen Roller noch nicht aufstellen, schon klingelte es wieder, wieder dasselbe Prozedere…… endlich schaffte ich es, stand da, um zu sehen, was passiert ist, wieder Telefon…………….. Himmel nochmals, jetzt wird dieses vermaledeite Handy in die unterste Kiste des Rollers verbannt und nicht mehr entgegengenommen, bis ich zuhause war.

In der Zwischenzeit kamen zwei freundliche Polizisten, erkundigten sich nach meinem Befinden (vermutlich sah mich jemand und rief die Polizei an) „Nein, danke, „no problemo“…. ich kann ohne Probleme weiterfahren…..“ Sie warteten freundlicherweise noch, bis mein Roller wieder lief….. Also los gings und gleich das nächste Maleur…. der Zündkerzenstecker…. „So war das also, nicht ans Abkommen halten, lieber Roller, da muss ich das ja auch nicht“…………. und ging auf die Autobahn.
Im Raum Mailand tankte ich wieder und da sprach mich der Tankwart an, dass ich mit diesem Töff nicht auf die Autobahn dürfe….. ich hab doch absolut grad momentan kein einziges Wort Italienisch mehr verstanden….. sagte auf gut schweizerdeutsch immer wieder… „ich will jetzt nach Hause“ …. Der Tankwart schüttelte nur den Kopf und liess mich fahren. Ich fuhr weiter, immer in der Angst, dass gleich die Polizei hinter mir erschien und mir meinen Roller konfiszierten, wie mir der Tankwart prophezeit hatte…. (logischerweise hatte ich ihn schon verstanden, er hat sich ja auch sehr die Mühe genommen, mit Händen und Füssen zu reden, hat Papier genommen und die Zahlen aufgeschrieben, mir gezeigt, aber es half nichts, ich „verstand“ ihn nicht) ….

Zum Glück war nichts geschehen und ich kam wohlbehalten in der Schweiz an. Wieder über den Gotthardpass, da ich meinem Gefährt überhaupt nicht mehr traute und ich nicht im Tunnel stecken bleiben wollte.
In Göschenen, als ich wieder auf die Autobahn ging, war es dann geschehen…… der Stecker hielt nicht mehr und ich musste mit 30 dahintuckern….. auf dem Pannenstreifen bis zur nächsten Ausfahrt und da fand ich den Weg zu einem lieben Freund, der mir abends um 20 Uhr noch eine Einrichtung konstruierte, dass der Stecker hielt, bis ich zuhause war.
Nachts um 22 Uhr war ich dann wohlbehalten, glücklich und reich an vielen Erlebnissen heimgekommen.

Zum Problem des Zündkerzensteckers will ich noch soviel sagen, dass ich, nachdem es zum wiederholten Male nicht geklappt hat, zu einem andern Mechaniker ging, und es danach ohne Probleme funktionierte. Falsche Zündkerze…… :-(
Mein Roller ist inzwischen in Pension gegangen und ich traure ihm hie und da noch nach, grad wenn schönes Wetter ist und man doch wieder mal eine kleine Reise unternehmen könnte……… wer weiss, vielleicht krieg ich ja irgendwann doch nochmals die Chance, eine ähnliche Reise zu unternehmen…..

Susi, der reisefreak

Anmerkung:

Susi ist aus der Schweiz und wir kennen uns schon sehr lange. Sie hat uns diesen Bericht geschickt, der von ihrer Seite http://web.archive.org/web/20110913002358/http://www.reisefreak54.ch:80/index.php?option=com_frontpage&Itemid=1 ist.

Danke Susi.

Leider habe ich es nie geschafft, sie auf ihrer Dampfeisenbahn Anlage ( http://www.dampfbahn-katzensee.ch/jml/ ) zu besuchen.

axel admin + redaktion

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