3er. Encuentro de Cultura Alemana

3er. Encuentro de Cultura Alemana

3. Treffen der Deutschen Kultur siehe 2.Absatz

Hola : te invito a tí y lo hago extensivo a tu familia y amigos para concurrir al 3er. Encuentro de Cultura Alemana. Sábado 19 de Noviembre, de 14 a 19 hs. Poesía y cantos de Austria a las 16 Hs. Charla sobre apellidos alemanes a las 17 hs. y demás entretenimientos. Te esperamos. en nombre del Centro Alemán de Mar del Plata Lugar: Dirección: Santa Fe 2464, Hotel Apart Primacy.

Hallo: Ich lade Dich, Deine Familie und Freunde ein, um am Sonnabend den 19 November von 14 bia 19 Uhr, an dem 3. Treffen der Deutschen Kultur teil zu nehmen. Poesie und Gesang aus Oesterreich ab 16 Uhr. Eine Rede über deutsche Familiennamen ab 17 Uhr und noch weitere Unterhaltungen. Wir erwarten Dich im Namen des Centro Aleman de Mar del Plata. Treffpunkt: Santa Fe 2464, Hotel Apart Primacy

3er. Encuentro de Cultura Alemana

Encuentro del Stammtisch todos los viernes / Stammtischtreffen jeden Freitag - 17:30 - Primacy Apart Hotel , Santa Fe 2464, Mar del Plata

Ein kleiner Bericht über Porzellanmalerei

Encuentro del Stammtisch todos los viernes / Stammtischtreffen jeden Freitag - 17:30 - Primacy Apart Hotel , Santa Fe 2464, Mar del Plata

espnaol: http://derdeutschsprachigestammtischmardelplata.com/?p=1308 

In Deutschland gibt es noch immer mehrere Porzellan- Manufakturen, von denen sich die Berühmteste in Meißen, nahe Dresden befindet. Dort wurde das „weiße Gold“ in Europa als Erstes entwickelt von Böttger auf der Albrechtsburg. Dies war kein Zufall, sondern das Resultat langjähriger Versuche, die 1710 endlich zum Erfolg führten. Unter dem Druck August des Starken entstand zuvor nur das rot-braune Böttgersteinzeug, jedoch nicht das feinere, durchscheinende, weiße Porzellan,

wie Marco Polo es aus China mitgebracht hat. Die richtige Zusammensetzung von Quarz, Feldspat und Kaolin ist die Voraussetzung für die Herstellung und trotz aller Geheimniskrämerei verbreitete sich dieses Arkanum Mitte des 18. Jahrhunderts rasch in ganz Europa. Es entstanden berühmte Manufakturen in Kopenhagen, Wien, nahe Paris…und natürlich auch mitten in Berlin.

1763 gab Friedrich der Große der KPM den Namen, unter dem sie noch heute existiert: Königliche Porzellan- Manufaktur Berlin. Das bedeutet ein 250 Jahre- Jubiläum und eine große Feier im nächsten Jahr! Den 300.Geburtstag des Preußenkönigs feierte man übrigens im Januar!

Schon in dieser Zeit haben Künstler Dekore und Formen entwickelt, noch heute wird nach diesen alten Vorlagen in traditioneller Weise gearbeitet. Der Beruf des Glas- und Porzellanmalers beginnt bei der KPM mit einer dreijährigen Ausbildung, nachdem ein mehrtägiger Zeichentest bestanden wurde in dem das Talent geprüft wird. Danach lernt man Acht Stunden täglich mit möglichst ruhiger Hand Blumenbuketts und deren strengen Aufbau mit einer Hauptblume, der Mittelgruppe und den feineren Ausläufern. Dies wird auch in Bleistiftzeichnungen immer wieder von den überlieferten Vorlagen kopiert bis es sitzt.

Um die Natürlichkeit der Blüten auf Porzellan übertragen zu können, sind Studien mit Bleistift oder Aquarell wichtig, daher gab es- jedenfalls vor über zwanzig Jahren(!) jeden Montag einen Studientag, teilweise in der freien Natur, z.B. im Botanischen Garten oder im nahe gelegenen Tiergarten. Je besser vom Maler der Aufbau einer Blume verinnerlicht wurde, desto weiter entfernt War er von der bloßen Dekoration mit den immer gleichen Formen ohne Frische und Lebendigkeit.

Am wertvollsten ist die Landschaftsmalerei auf Porzellanplatten im Stil des Rokoko oder die Früchte- und Vogelmalerei. Auch Figuren werden dekoriert, dafür sind meist mehrere Brände notwendig. Im Golddekor sind hohe Anteile von dem Edelmetall enthalten, nach dem Brand bei ca. 850 Grad wird es mit Sand bzw. Achatstein von Hand poliert und oft muss Einiges nochmals übermalt werden, das erklärt den Preisunterschied zu dem mit Abziehbildern verzierten Porzellan.

Gemalt wird mit handgebundenen Pinseln aus Eichhörnchenhaar, die nach spätestens zwei Monaten ausgetauscht werden, da sie keine Spitze mehr besitzen um die feinen Linien Zu ziehen oder winzige Gesichter zu malen. Die Farbe trocknet auf der Glasur und kann immer noch ausgebessert oder (aus Versehen) abgewischt werden, je nach Temperament. Zwar gibt es inzwischen Porzellanmalfarbe fast überall zu kaufen, doch sagt man in Argentinien zum Beispiel, die besten Farbpigmente kämen immer noch aus Deutschland.

Mit unterschiedlichen Schwermetallen hergestellt, muss das Pulver auf einer Glaspalette mit einem Malmittel verspachtelt werden bis eine Paste entsteht. Dazu gibt es die verschiedensten Hilfsmittel, die hier nicht verraten werden können-um das Arkanum zu bewahren. Das Wichtigste, um eine Blume naturgetreu Auf Porzellan erscheinen zu lassen, sind ohne Zweifel die Pigmente, die eine gute Nuancierung der Farbe von ganz hellen zu dunklen Bereichen ermöglichen. Die Grundvoraussetzung natürlich ist die Verinnerlichung der Blume, um zu entscheiden, wo sich welcher Farbton befinden könnte. Funktioniert dies alles vom Gehirn bis zu den Fingerspitzen ohne Verzögerung, so ist das Porzellan der schönste Untergrund für eine feine, höchst exakte Malweise. Ob es sich dabei eher um Kunst als um Handwerk handelt, hängt ein wenig von der Entwicklung des Malers ab, aber auch von der Ansicht des Betrachters. Wie für jede Art der Kunstausübung gilt, „wenn der Ausübende (der immer ein Übender bleiben sollte), nichts investiert, so ist es Kitsch“!

 Wer mehr über die KPM mit ihrem blauen Zepter erfahren möchte, kann dies auf ihrer Homepage auf Deutsch und Englisch nachlesen: www.KPM.de oder bei Wikipedia auch auf Spanisch!

von Christina Hildebrandt