Gorch Fock: Interview – La entrevista

( espanol abajo  ,english below)

 Meuterei auf Schulschiff?

Aus Presseberichten der letzten Wochen geht hervor, dass am 7. November 2010 eine Offiziersanwärterin des deutschen Segelschulschiffs Gorch Fock von der Takelage aufs Deck stürzte und dabei starb. Demzufolge sollen sich ihre Kameraden geweigert haben, befehlsgemäss wieder in die Masten zu klettern. Angeblich soll es auch wenigstens in einem Fall zu sexuellen Übergriffen gegen einen der Kadetten gekommen sein. Dies geschah als die Fregatte vor dem Brasilianischen Hafen von Sao Salvador (Bahia) lag. Danach beschloss der Kapitän, unter Verdächtigung der Meuterei unter den jungen Anwärtern, dieselben auf dem Luftwege nach Deutschland zurückbefördern zu lassen, während das Schiff mit seiner Stammbesatzung die Route nach seinem vorletzten Anfahrtshafen, Ushuaia, zurückgewann. Dort soll es auf ein Ermittlungsteam der Bundesmarine warten.

Inzwischen schlug aber die Nachricht politische Wellen in der Bundesrepublik. Die Opposition hat den Verteidigungsminister vor den Verteidigungsausschuss des Bundestags zitieren wollen. Gleichzeitig hat der Minister den Kommandanten des Schulschiffes absetzen lassen und die Rückkehr der Fregatte auf baldmöglichste Zeit angeordnet. Ein Parlamentsbeauftragter für Wehrangelegeheiten hat auch schon bereits seinen Bericht vorgelegt, obwohl die Ermittlungskommission der Marine   die Untersuchung des Falles noch nicht beendet hat.

Da der Verfasser dieser Kurzartikel-Serie “Voces alemanas” Argentinier ist und es vermeiden will, eine voreilige Meinung aus fremdeingestellter Sicht über den Vorfall auf der Gorch Fock an diesen Blog abzugeben, hat er es vorgezogen, seine Fragen und Verwirrungen in der Form eines Interviews vorzutragen. Es besuchen uns gerade in Mar del Plata vier echte Berliner, obgleich einer von ihnen in einem argentinischen Landstaat  geboren ist. Sie heissen: Frau Christina Hildebrandt (46), Ursula Hildebrandt (64), Jörg Hildebrandt (69), sowie Gerardo Escher (59).    Bevor sie sich weiter hierzulande umschauen und teils die einheimischen Ansichten annehmen, wurde ihnen dieser Fragebogen vorgestellt und sie waren besten Willens bereit, ihn zu beantworten.

1.Frage: Wie kam Ihnen der Vorfall auf dem deutschen Schulschiff  zur Kenntnis? Meinen Sie, korrekt darüber informiert zu sein?

Antwort:Dank Internet ist es uns möglich, stets die neuesten Schlagzeilen der Zeitungsnachrichten zu lesen und uns umfassend zu informieren.  Zumindest die Tatsachen zu erfahren, die sen Journalisten vorliegen und gedruckt werden. Am heutigen Morgen mussten wir alle feststellen, dass Wichtiges über Kapitän und dessen Charakter erst heute öffentlich gemacht wurde und die Spekulationen von den Tatsachen abweichen.

2.Frage: Haben Sie eine ungefähre Vorstellung darüber, wie weit Ushuaia von Buenos Aires liegt?
Und welche Länder sich die Staatshoheit über Feuerland teilen?

Antwort: Wir wissen, dass Ushuaia die südlichste Stadt ist und besser mit Flugzeug als mit Bus bereist werden sollte!

3.Frage: Ist es zweckmässig oder nur traditionsgebunden, dass die letzten Ausbildungsfahrten der Marineoffizzieranwärter (cadetes navales) auf Kriegsschiffen des Fregatten-Typs, wie die Gorch Fock oder die Fragata Libertad stattfinden? Was spricht dafür und dagegen?

Antwort:  Christina: Aus meiner romantischen Sicht und mit Eindrücken aus einer älteren TV-Reportage fand ich es ideal, dass es die Möglichkeit heute noch gibt und dachte es wäre eine gute Erfahrung für alle Offiziersanwärter was Zusammengehörigkeitsgefühl, Verantwortungsbewusstsein, Ehre…betrifft.
Jörg: Es geht darum den Teamgeist zu fördern, dafür ist der Ort zweitrangig

4.Frage: Können Sie als Zivilist , Weltbürger  und Steuerzahler/in dafür zustimmen, dass es in den Nationalstaaten oder Staatsbündnissen einen allgemeinen Wehrdienst gibt?

Antwort: Nein- einstimmig!

5.Frage: Wie sollte ein freiwilliger und berufsmässiger Wehrdienst aussehen? Kann darin die  Ausbildung ohne Strapazen und Gefahr stattfinden?

Antwort:  Zum Leben gehören Strapazen und Gefahren, diese sollten jedoch nicht ohne Sinn und ohne Grenze sein.

6.Frage: Wie bringt man es fertig, in einer zusammengepferchten Menschengemeinschaft die Misshandlung auszurotten und die Menschenwürde jedes einzelnen zu gewährleisten?

Anwort: Indem man sich selbst als Vorbild menschlich verhält und jedem das Recht einräumt,über Probleme offen zu sprechen und sie zu lösen. Das sollte auch unter diesen schwierigen Bedingungen möglich sein selbst dann, wenn Gehorsam und Disziplin ausgeübt werden.
            
7. Frage: Was halten Sie von der Ausbildung und dem Diensteinsatz weiblicher Soldaten in Wehreinheiten, die überwiegend von Männern besetzt und geführt werden? Soll allen das gleiche Pensum von Aufgaben und Pflichten auferlegt werden, oder wie würde hier die Gleichberechtigung organisiert werden können?

Antwort:  Christina: Schwierig zu beantworten, da ich wenig von den Pflichten und Sitten dort weiss. Eher waren mir die Wehrdienstverweigerer vertraut, die in den 80igern nach Berlin kamen, um dem sturen Gehorsam beim Bund zu entgehen und darin keinen Sinn sahen. Wenn Frauen dort eine berufliche Chance für sich sehen und vorher schliesslich wissen, was auf sie zukommt, ist das ein Sieg der Gleichberechtigung.
Allerdings darf sich kein Mensch dazu zwingen lassen, gefährliche Aufgaben zu erfüllen und dabei sich selbst- sogar sein Leben – schlimmstenfalls aufgeben.
8.Frage:  Glauben Sie, dass Unfällen und Problemen wie sie es nun auf der Gorch Fock gab, durch Verantwortungsverschiebungen “nach oben” – also in den politischen Bereich – vorgebeugt werden könnte?

Antwort:  Verantwortung kann nicht delegiert werden, jedoch müssen klare Informationen durch  Schulung von oben nach unten sein. Wir denken dabei an den Irrtum, dass alle sich dazu zwingen liessen, auf den Mast zu klettern, obwohl es diese Vorschrift nicht gab! Wer trägt also Verantwortung!

Der Interviewer ist davon ausgegangen, dass alle  seine Fragen gewisse Annahmen und bewusste oder unbewusste Vorurteile des Fragestellers beinhalten. Einige von ihnen sind überwiegend “technischen” Inhalts und können vielleicht objektiver beawtwortet werden als andere. Bei allen sind aber persönliche Meinungen und sogar Überzeugungen im Spiel. Sie berühren nicht nur deutsche Angelegenheiten, sondern werfen ein Schein der Kritik auf ähnliche Einrichtungen und Vorfälle in den meisten Ländern der Welt, besonders auf argentinische. Diese Ansicht erlaubt es dem Verfasser, das vorliegende Interwiews als Grundlage zur Diskussionen für alle ständige und gelegentliche Leser/In dieses Blogs vorzuschlagen und ihre Kommentare darüber bekannt zu geben. Somit könnte dieser Bericht sogar den Rang einer Reportage bekommen.-  C. Haller  –  Mar del Plata, Ende Januar 2011.-

Anmerkung: Frau Christina Hildebrand leistete eine wesentliche Hilfe und gleichzeitig ihre Mitwirkung bei der Herstellung und Korrektur dieses Beitrags. Unseren herzlichen Dank dafür!
Regeln für ihre Anwort/en:
Kopieren sie die Frage in das Kommentarfeld und schreiben ihre Meinung darunter. Bitte verzichten sie auf Werbelinks und/oder sonstige Kommentare. Danke. Axel (Admin)

 (Espanol)

¿Amotinamiento en la Fragata Escuela?

De informes periodísticos de la pasada semana se desprende, que el 7 de Noviembre de 2010, una aspirante a oficial en la Fragata escuela alemana Gorch Fock cayó desde un aparejo a cubierta, perdiendo la vida en dicha caída. Como consecuencia de ésto, sus camaradas se negaron a obedecer la orden de subir a los mástiles. Supuestamente hubo también un ataque sexual a uno de los cadetes. Estos sucesos ocurrieron estando la fragata anclada frente al puerto brasileño de San Salvador de Bahía. Em consecuencia el capitán, temiendo un amotinamiento de los jóvenes aspirantes, decidió enviarlos vía aérea de regreso. Mientras tanto el barco, a cargo de su tripulación, continuaba su ruta hasta su penúltimo puerto (Ushuaia). Allí debía esperar la llegada de una Comisión Investigadora de la „Bundesmarine“ (Marina de la Rep. Federal de Alemania).

En el interín, esta noticia provocó gran revuelo político en la República Federal de Alemania. La oposición quiso citar al Ministro de Defensa para que comparezca ante el Comité de Defensa de la Cámara Baja de ese país. Al mismo tiempo el Ministro dió de baja al Comandante del barco escuela y ordenó el regreso de la Fragata a la mayor brevedad. Un representante del Parlamento para asuntos de defensa, ya ha presentado un informe, aun cuando la Comisión Investigadora de la Marina no ha finalizado las investigaciones del caso .

Ya que el redactor de esta serie de artículos „Voces alemanas“ es argentino, y queriendo evitar dar una opinión precipitada, desde una visión extranjera sobre los sucesos a bordo de la Gorch Fock, en este Blog, ha preferido presentar sus preguntas y perplejidades en la forma de una entrevista. Nos visitan precisamente en este momento en Mar del Plata, cuatro verdaderos berlineses, aunque uno de ellos ha nacido en Argentina. Estas personas son: Sra. Christina Hildebrandt (46), Ursula Hildebrandt (64), Jörg Hildebrandt (69), y Gerardo Escher (59). Antes de que ellos continuaran recorriendo este territorio y asimiliran en parte las opiniones locales, se les presentó este cuestionario, mostrándose amablemente dispuestos a responder.

1º Pregunta: ¿Cómo se enteró Ud. del suceso a bordo del barco-escuela? ¿Ud. cree que está correctamente informado?

Respuesta: Gracias al Internet, nos es posible tener conocimiento de los titulares de las noticias periodísticas e informarnos en profundidad. Por lo menos enterarnos de los hechos, de conocimiento de los periodistas y que son publicados. En la mañana todos tuvimos que comprobar que recién hoy se dieron a conocer, importantes detalles respecto a la persona del capitán y de su carácter, y que las especulaciones difieren de los hechos.

2º Pregunta: ¿Tiene Ud. una idea aproximada a que distancia de Buenos Aires se encuentra Ushuaia? ¿Y entre que países se divide la soberanía de Tierra del Fuego?

Respuesta: Sabemos que Ushuaia es la ciudad más austral y que es mejor acceder a ella en avión y no en autobus.

3º Pregunta: ¿Es aconsejable o solamente una tradición, que las últimas travesías de instrucción de los cadetes navales se realicen a bordo de buques de guerra o del tipo de fragatas como es la Gorch Fock o la Fragata Libertad? ¿Qué está a favor y qué en contra?

Respuesta: Christina: Desde mi punto de vista romántico, y con las impresiones obtenidas en un reportaje televisivo de tiempo atrás, lo encuentro ideal y que aún hoy exista la oportunidad que los cadetes navales mediante vivencias, obtengan el sentido de unidad, responsabilidad y honor. Jörg: Se trata de fomentar el espíritu de equipo, para ello es secundario el lugar.

4º pregunta: ¿Puede Ud. como civil, ciudadano del mundo y contribuyente estar de acuerdo, que en los estados nacionales o uniones de estado , exista un servicio militar general?

Respuesta: No, unánime.

5º Pregunta: ¿Como debería ser un servicio militar voluntario y profesional? ¿La capacitaci ón en este caso podrá ser sin peligros y sin trabajos riesgosos?

Respuesta: En la vida hay peligros y trabajos riesgosos, pero estos no deben ser sin sentido y sin límites.

6º Pregunta: ¿Cómo se podrá desarraigar el mal trato en una comunidad con tantas personas hacinadas, y en su lugar preservar la dignidad humana de cada uno?

Respuesta: Conduciéndose uno mismo humanamente como ejemplo, y dándole el derecho a cada uno, el hablar abiertamente de los problemas y solucionarlos. Esto debería ser posible también bajo estas difíciles circunstancias, cuando se ejerce la obediencia y la disciplina.

7º Pregunta: ¿Qué opina Ud. de la capacitación e incorporación de mujeres como soldados en unidades militares, las cuales son ocupadas y regenteadas en su mayoría por hombres? ¿Deben darse a todos por igual la misma cantidad de tareas y obligaciones , o como manejaría Ud. la organización de los derechos de igualdad?

Respuesta: Christina: Difícil de contestar, pues conozco poco de las obligaciones y costumbres allí. Me son más conocidos los que se negaban a realizar el servicio militar, y que se radicaban durante los 80 en Berlin, para zafar de la obstinada obediencia al Gobierno Federal,lo que para ellos no tenía sentido. Si mujeres encuentran una oportunidad profesional y están en conocimiento de lo que las espera, es un triunfo de los derechos igualitarios. Desde luego, ninguna persona debe permitir que lo obliguen a realizar tareas que pongan en peligro y hasta pueda perder su vida.

8º Pregunta: ¿Cree Ud. que se pueden prevenir accidentes y problemas como los que hubo a borde de la Gorch Fock trasladando la responsabilidad „hacia arriba“ –es decir a las esferas políticas – ? Respuesta: No se puede delegar responsabilidades, no obstante deben darse claras informaciones mediante instrucciones de arriba hacia abajo. Pensamos a ese respecto en el error, que todos se dejaron forzar a subir al mástil, aún cuando no existía esta disposición! Entonces quien es responsable!

El interlocutor partió desde la base de que todas sus preguntas contenían sus propios prejuicios conscientes o inconscientes. Algunas de ellas tienen un contenido mayoritariamente técnico, y podría ser respondidas más objetivamente que otras. Pero en todas están en juego opiniones personales y hasta convicciones. No tocan solamente cuestiones alemanas, sino que envían una sombra de crítica sobre regímenes y sucesos similares en la mayoría de países del mundo, en especial en Argentina. Esta opinión del autor le permite utilizar la presente entrevista, como base para sugerir a todos los lectores, permanentes o casuales, del presente Blog, discusiones y realizar comentarios al respecto. Con esto podría obtener este comentario el rango de reportaje. Nota: La Sra. Christina Hildebrand brindó notable ayuda al autor en la confección del presente comentario lo que  le agradecemos infinitamente. C. Haller – Mar del Plata, Fines de Enero de 2011.

Pautas para su/s respuesta/s: Copie la pregunta en el espacio para comentarios y escriba su comentario a continuación. Por favor desista de incluir links propagandísticos u otros comentarios ajenos. Gracias Axel (Admin)

( english follow as soon as possible )

Encuentro del Stammtisch todos los viernes / Stammtischtreffen jeden Freitag - 17:30 - Primacy Apart Hotel , Santa Fe 2464, Mar del Plata

Ein Gedanke zu „Gorch Fock: Interview – La entrevista

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