Gibt es eine ALRG – Argentinische Lebens-Rettungs-Gesellschaft ?

DLRG Ortsgruppe ReckeDie Bedeutung des Schwimmens in einem fremden Land.

Projektbeschreibung

Gibt es eine “ ALRG – Argentinische Lebens-Rettungs-Gesellschaft? „

1. Titel, Inhalt, Zielgruppe

5-10 Jugendliche im Alter zwischen 18-30 Jahren werden vom 27.12.2016 – 13.01.2017 nach Argentinien – Buenos Aires reisen, um sich dort mit Schwimmbadschließungen, steigenden Zahlen von Nichtschwimmern und dem Ertrinkungstod zu beschäftigen. Wie wird dieses Thema in Argentinien behandelt? Gibt es überhaupt solche Probleme? Mit welchen Problemen haben die Jugendlichen von 15-25 Jahren zu kämpfen? Wie ist die politische Lage? Wie ist das politische System? Gibt es staatliche Unterstützung im Schwimmbereich? Gibt es überhaupt für alle Kinder die Möglichkeit zur Schule zu gehen? Auf dieser Reise sollen alle Teilnehmer das Land Argentinien unter dem Schwerpunkt Schwimmen und Kultur näher kennenlernen und die soziale und persönliche Entwicklung der Teilnehmer gestärkt werden.

2. Bedarf/Begründung

Unsere Ortsgruppe ist sehr ländlich gelegen und der Kontakt zu anderen Kulturen in unserer Ortsgruppe leider nicht vorhanden. Deshalb gibt es schon lange den Wunsch von unseren jugendlichen Mitgliedern eine internationale Jugendbegegnung zu initiieren. Seitdem sich in diesem Jahr eine argentinische Austauschschülerin während ihrer Zeit in Deutschland aktiv in unserer Ortsgruppe engagiert hat, ist das Interesse an einer internationalen Jugendbegegnung akut geworden. Während ihrer Zeit bei uns haben wir einiges über das Land, ihr Leben und ihre Kultur erfahren dürfen. Sie hat bei uns viele neue Freunde gefunden, die über ihre Austauschzeit hinaus guten Kontakt zu ihr haben. Dieser (deutschsprachige) Kontakt zu ihr nach Argentinien ermöglicht uns den Wunsch unserer Jugendlichen endlich in die Tat umsetzen. Eine gemischte Gruppe (m/w) von fünf bis zehn Jugendlichen im Alter von 18-30 Jahren wird in die Hauptstadt Argentiniens reisen um dort das Großstadtleben, die Kultur und die Menschen kennenzulernen. Der Kontrast Dorf – Großstadt und Europa – Südamerika bietet unserer Gruppe die Chance den eigenen Horizont zu erweitern, eine neue Kultur kennen zu lernen und mit anderen Menschen, vor allem gleichaltrigen Jugendlichen, in Kontakt zu kommen. Der Großteil der Gruppe ist noch nie auf einer großen Reise gewesen und hat wenig Erfahrungen mit anderen Kulturen gemacht. Alle haben einen Schulabschluss und machen eine Ausbildung, studieren oder stehen bereits fest im Berufsleben, dabei sind allerdings fast alle finanziell von Ihren Eltern abhängig. Durch ihre Eltern, die allesamt deutsche Wurzeln haben, bestehen wenige Verbindungen zu anderen Kulturen. Diese heterogene Gruppe kann
gegenseitige Erfahrungen nutzen und weitergeben. Durch viele verschiedene Sichtweisen
innerhalb der Gruppe werden alle profitieren. In Zusammenarbeit mit einer deutschen Schule in Argentinien werden wir auf gleichgesinnte Jugendliche treffen und in engem Austausch stehen. Somit lernen die Jugendlichen vor Ort auch die deutsche Kultur und deren Mentalität kennen.

3. Ziele

Die Jugendlichen sollen bei dieser internationalen Jugendbegegnung vorwiegend ihren
soziokulturellen Horizont erweitern und viele Eindrücke sammeln. Durch Verantwortungsübernahme u.a. in den Workshops unterstützt dieses Projekt die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen.

Folgende Ziele sollen erreicht werden:

– selbstständiges Erarbeiten einzelner Themengebiete
– Weiterentwicklung des eigenen Verantwortungsbewusstseins
– Offener und respektvoller Umgang mit ausländischen Menschen
– Kennenlernen der argentinischen Kultur
– Probleme von anderen Jugendlichen
– Wertschätzung des Lebensstandards in Deutschland
– Reflexion der eigenen Situation in Deutschland
– Erlebnisse den Bekannten weitererzählen
– Wissenstransfer Schule – Reise – Teilnehmergruppe (z.B. Sprachkenntnisse)
– Sensibilisierung für die Chancen, die aus einem friedlichen Zusammenleben der
Kulturen resultieren

4. Arbeitsweisen

In Vorbereitung auf die Reise bilden die Teilnehmer einen Arbeitskreis, der sich im Vorfeld
regelmäßig trifft und sich unterschiedlichen Themen widmet. Eine Grundvoraussetzung zur Teilnahme an der Reise ist die aktive Beteiligung aller Teilnehmer und die Teilnahme an
mindestens 70% aller Gruppentreffen. Die Erarbeitung der Themen wird zum Teil von den
Teilnehmern selbst gestaltet oder zusammen in der Gruppe (5-10 Teilnehmer) in Zusammenarbeit mit verschiedenen Referenten. Zwei ehrenamtliche Referenten begleiten das Projekt vom Anfang bis zum Schluss. Ein Referent ist studierter Sozialpädagoge (arbeitet mit Menschen mit Behinderungen) und der zweite Referent ist seit mehr als fünf Jahren Trainer verschiedener Kindergruppen, Gruppen-, Lagerleiter in einem Ferienlager, besitzt den Lehrschein (A/P S/RS) und hat bereits Auslandserfahrung (China, Indien, VAE, Tansania). Für die Erarbeitung der Themenblöcke werden im Arbeitskreis Kleingruppen (2-3 Teilnehmer) gebildet, die sich selbstständig mit den unterschiedlichen Themenblöcken intensiv auseinandersetzen und in regelmäßigen monatlichen Treffen der gesamten Gruppe berichten. Die gemeinsamen Treffen dienen dem Gruppenzusammenhalt, dem intensiven Austausch der neugewonnenen Ergebnisse und der allgemeinen Reiseplanung. Diese Gruppentreffen können an zwei verschiedenen Orten stattfinden, welche zur Gruppenarbeit und für Vorträge geeignet sind. Der erste Raum ist für 12 Personen, der zweite Raum für 20- 30 Personen geeignet. In beiden Räumen können die vorhandenen Materialien (Beamer, Laptop, Flip-Chart und ein „Moderatorenkoffer“) vollständig eingesetzt werden, um den Teilnehmern mit verschiedenen Methoden die Inhalte näher zu bringen und die Treffen  methodisch/didaktisch wertvoll vorzubereiten und durchzuführen. Bei den Gruppentreffen (2-3 Stunden) wird das jeweilige aktuelle Thema behandelt und alle Teilnehmer auf den neusten Stand gebracht. Für die Vorbereitung und Erarbeitung der einzelnen Themenblöcken nutzen die Teilnehmer verschiedene Medien wie zum Beispiel das Internet, diverse Literatur, Fachjournale oder Fernsehdokumentationen. Bei den jeweiligen Gruppentreffen werden folgende Themenblöcke bearbeitet.

1) Jugendliche im Blickpunkt: Mit welchen Problemen haben die Jugendlichen von 15-
25 Jahren zu kämpfen? Wie ist die politische Lage in Argentinien und Deutschland?
Flüchtlingsströme – Pegida? Wie ist das politische System? Arbeitslosigkeit?
2) Schule und Bildung: Gibt es überhaupt für alle Kinder die Möglichkeit zur Schule zu
gehen? Wie ist das Schulsystem vor Ort? Argentinien vs. Deutschland – Ein
Vergleich des Bildungssystems! Die Bedeutung der spanischen Sprache (ca. 440
Millionen Menschen weltweit) für unser Bildungssystem und die Wirtschaft
3) Kultur: Einfluss von Deutschland auf die Geschichte Argentiniens? Kulturelle
Unterschiede zu Deutschland? Sitten beim Essen, Begrüßung und allg. in der
Gesellschaft? Schwimmen in der Kultur/Geschichte Argentiniens zu finden?
Schwimmbadbesuche in Badekleindung wie in Deutschland?
4) Religion: Wie gläubig sind dort die Menschen? Glauben die Jugendlichen an Gott?
Welche Rolle spielt die Kirche? Papst Franziskus!
5) Wirtschaft: Wirtschaftliche Situation in Argentinien? Umweltschutz vorhanden?
Einkommensarmut? Inflation? Welche wirtschaftlichen Probleme beschäftigen das
Land? Bodenschätze? Kriminalität und Korruption? Die Infrastruktur Argentiniens.
6) Schwimmen in der Gesellschaft: Wie viele Leute können schwimmen? Gibt es
Schwimmunterricht? Gibt es Vereine und wie ist ihre Struktur? Ehrenamt auch in
Argentinien?

5. Auswertung

Die Erfahrungen und Erlebnisse der Reise werden im Nachgang aufbereitet, um so das Thema weiter in der DLRG aufzuarbeiten. Nicht nur in unserer DLRG Ortsgruppe, sondern auch in unserem Bezirk oder auch darüber hinaus. Durch viele Fortbildungen und Kontakte besteht ein Netzwerk weit über unseren Bezirk hinaus. Somit werden die Teilnehmer zu Multiplikatoren zu dem Thema: Gibt es eine ALRG – Argentinische Lebens-Rettungs-Gesellschaft? Die Bedeutung des Schwimmens in einem fremden Land. Im Nachgang, gibt es Vorträge zu dieser Reise und innerhalb der DLRG wird das Thema in verschiedenen Ausbildungen aufgegriffen um die Erlebnisse und Ergebnisse dieser Reise den jüngeren Mitgliedern und anderen Ortsgruppen zu vermitteln. Durch einen ausführlichen Reisebericht auf unserer Homepage und Veröffentlichungen einiger Berichte in verschiedenen Medien, werden diese Reise und das Erlebnis für die Nachwelt dokumentiert. Es sollen somit weitere Anreize geschaffen werden, sich mit anderen Kulturen zu beschäftigen und die Jugendlichen auf verschiedenen Ebenen zu fördern.

Ole Stecker-Schürmann 
<[email protected]recke.dlrg.de>
Ortsgruppe Recke DLRG Deutschland

Encuentro del Stammtisch todos los viernes / Stammtischtreffen jeden Freitag - 17:30 - Primacy Apart Hotel , Santa Fe 2464, Mar del Plata

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.