Erster Weltkrieg

Deutschland Erster Weltkrieg aus heutiger Sicht

Viele in Deutschland und Europa sagen, sie hätten die „Schuldfrage“ am ersten Weltkrieg längst verkraftet. Das ist wohl Wahrheit auf deren bewussten Gefühlsebene. Wie es hintergründig (beim Einzelnen und in der Gesellschaft) damit aussieht, könnte aus folgender Zusammenfassung besser beleuchtet werden. Eine klare Anerkennung der noch blutenden geistigen Wunden würde so manches Ressentiment vorbeugen.- ch

Als erstes kündet eine Bücherflut von besonderen Gedenktagen: Seit Anfang 2013 sind auf Deutsch mehr als 110 Bücher erscheinen oder angekündigt worden, die sich dem ERSTEN WELTKRIEG(1914-1918) widmen. Für viel Aufmerksamkeit sorgte der Bestseller von Christopher ClarkDie Schlafwandler“. Das Buch des australischen Historikers rief neue Debatten über die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs hervor. Der in Cambridge, Großbritannien, lehrende Wissenschaftler sieht die Schuld für die Katastrophe bei allen beteiligten Mächten. Der europäischen Dimension des Ersten Weltkriegs, den Ursachen und Auswirkungen widmen sich auch zahlreiche nationale und internationale Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen und Projekte in den kommenden Jahren, die auf dem Portal http://100-jahre-erster-weltkrieg.eu verzeichnet sind.

Bereits jetzt vergegenwärtigen drei Ausstellungen in Deutschland die Spuren des kollektiven Albtraums in und auf Künstlerbiografien. In der Bonner Kunsthalle zeigt die Ausstellung „1914. Die Avantgarden im Kampf“ anhand von rund 300 Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen unter anderem von Max Beckmann, Otto Dix, Franz Marc, Wassily Kandinsky, Pablo Picasso das Schaffen der europäischen Vordenker in der Zeit vor und während des Ersten Weltkriegs. Die zweite Ausstellung in der Kunsthalle „Missing Sons. Verlorene Söhne“ schlägt eine Brücke bis ins 21. Jahrhundert. Das deutsche Literaturarchiv in Marbach versucht anhand der Tagebuchaufzeichnungen etwa der Dichter Ernst Stadler und Franz Kafka die Zeit der Mobilmachung im August 1914 einzufangen. Die Marbacher Ausstellung ist Teil eines Kooperationsprojekts mit den Bodleian Libraries in Oxford, wo Kafkas Tagebücher liegen, und der Bibliothèque Nationale et Universitaire in Straßburg, wo Ernst Stadler sein Kriegstagebuch begonnen hat.

Quelle: Magazin deutschland.de online Januar 2014

Ausstellungen „1914 – Die Avantgarden im Kampf“ und „Missing sons -Verlorene Söhne“ bis 23. Februar 2014, Bundeskunsthalle Bonn

Ausstellung „August 1914. Literatur und Krieg“ bis 30. März 2014, Deutsches Literaturarchiv Marbach

http://100-jahre-erster-weltkrieg.eu
www.europeana1914-1918.eu
www.1914-1918-online.net
www.bundeskunsthalle.de
www.dla-marbach.de
www.maxweberstiftung.de
© www.deutschland.de

Encuentro del Stammtisch todos los viernes / Stammtischtreffen jeden Freitag - 17:30 - Primacy Apart Hotel , Santa Fe 2464, Mar del Plata

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.